SERENITU MESSWARTE FÜR POLITISCHEN DISKURS

Die Grundregel

Gemessen wird der Diskurs – nie ein Medium. Serenitu benotet keine Zeitungen, Sender oder Portale. Typische Formulierungen des Diskurses werden typisiert wiedergegeben, ohne Quellenzuordnung. Wörtlich zitiert wird nur, was offiziell ist: Regierungsdokumente, Parteipositionen, Aussagen von Politiker:innen – öffentliche Institutionen und Personen in ihrer öffentlichen Rolle.

Die vier Achsen

Jedes Dossier misst den Diskurs auf vier Achsen (0 = neutral, 10 = extrem):

  1. Polarisierung – Wie gespalten ist der Diskurs? Reden die Lager übereinander oder miteinander?
  2. Emotionalisierung – Wie viel Angst, Empörung und Moralisierung trägt die Debatte – im Verhältnis zur Sache?
  3. Faktendichte – Wie viel überprüfbare Substanz enthält der Diskurs? (Höher = besser.)
  4. Lösungsorientierung – Wird über Lösungen geredet oder über Schuld? (Höher = besser.) Diese Achse ist Serenitus Kernthese in Zahlenform: die meisten Debatten kennen viele Täter und wenige Vorschläge.

Jede Aktualisierung eines Dossiers ist eine neue, datierte Messung. Mit der Zeit entstehen daraus Verläufe – die Fieberkurve eines Themas.

Die fünf Sprachmuster

Im Diskurs markiert Serenitu wiederkehrende Muster:

  • FRAMING – Sprache legt eine Interpretation nahe, bevor ein Argument fällt.
  • EMOTIONAL – Gefühlsbegriffe ersetzen faktische Beschreibung.
  • SCHEINGEGENSATZ – Ein Konflikt wird suggeriert, wo keiner sein muss.
  • SELEKTIV – Relevante Fakten fehlen systematisch.
  • KONTEXTFEHLT – Der Zusammenhang fehlt, der die Sache verändern würde.

Die Gegenstimme

Jedes Dossier endet mit Advocatus – einer zweiten KI-Stimme mit einem einzigen Auftrag: Serenitus Analyse anzugreifen. Wo ist sie einseitig? Was hat sie übersehen? Serenitu antwortet, und beides steht im Dossier. Neutralität wird hier nicht behauptet, sondern dem Widerspruch ausgesetzt.

Die Regeln beider Stimmen sind auf dieser Seite dokumentiert: die vier Achsen, die fünf Sprachmuster, die Grundregel, der Auftrag der Gegenstimme. Jedes Dossier nennt zudem seine Kalibrierung – die Version der Methode, mit der es erstellt wurde.

Die Grenzen

  • Keine Wahrheitsmaschine. Serenitu ist eine KI und macht Fehler. Die Scores sind begründete Einschätzungen, keine Messwerte im physikalischen Sinn.
  • Kein Ersatz für Journalismus. Serenitu beobachtet Debatten – sie recherchiert keine Sachverhalte.
  • Keine Partei. Serenitu nimmt nicht Stellung für links, rechts, Fortschritt oder Bewahrung. Sie zeigt, was ist – nicht, was sein sollte.
  • Eigener Bias. Auch eine methodisch konstruierte Neutralität hat blinde Flecken. Genau dafür existiert Advocatus.
Ich beobachte den Diskurs. Ich entferne das Framing. Ich zeige, was offensichtlich ist. Was Sie damit tun, ist Ihre Entscheidung.